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Um für Schulen eine stabile und funktionale Lernumgebung zu etablieren, ist es notwendig, dass die Endgeräte gewisssen Anforderungen unterliegen. In der nachfolgenden Tabelle sind die zu prüfenen Anforderungen spezifiziert und erläutert.

AnforderungErläuterung
Abwärtskompatibiltät der GeräteSind die Geräte mit Ihren Vorgängerversionen kompatibel? Wie stark ändert sich das Layout von Version zu Version? Sind die Betriebbsystem-Updates ständig verfügbar? Können neuere Geräte Problemlos mit ältern Geräten gemischt werden?
Versorgung mit SicherheitsupdatesWerden regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches geliefert? Wie lange werden Patches geliefert? Wer ist für die Erstellung zuständig? 
Unterstützug von Inklusionsschülern (Sehen)Verfügt das Gerät über eingebaute Funktionen wie Lupe, Vorlesen, Inhalt Sprechen in verschiedenen Geschwindigkeiten und Intonationen
Unterstützung von Inklusionsschülern (Hören)Verfügt das Gerät über Schnittstellen zu Hörgeräten? Lassen sich im Klassenverbund alle Geräte als Mikrofon verwenden? Fallen hierfür Zusatzkosten an?
Verwaltbarkeit der Geräte (Installation / Deinsatllation / Gruppenverwaltung / Verlorene Geräte Löschen usw.)Lassen sich die Geräte vollkommen automatisisert installieren/ Deinstallieren? Wie aufwendig ist die Einrichtung neuer Geräte? Welcher Personalaufwand fällt für die Verwaltug zusätzlich an?
Automatisisertes Updatemanagement für alle PaketeLassen sich Updates zu installierten Anwendungen automatisisert installieren? Auch wenn der Appstore verboten wird? Lassen sich Betriebssystemupdates automatisisert installieren? In wie weit kann der Nutzer den Updatezeitpunkt bestimmen? Kann man dem Nutzer verbieten Updates zu installieren?
Kauf von Anwendungen in Klassensätzen + deren VerteilungWie kann man für viele Geräte Anwendungen kaufen, die se installieren und konfigurieren?
Kauf von Büchern in Klassensätzen und deren VerteilungWie kann man für viele Geräte / Schüler digitale Bücher kaufen und diese verteilen?
Gibt es für Apps und Bücher EDU Lizenzen?Sind Rabatte für EDU Lizenzen verfügbar? Wie hoch sind die Rabatte?
Klassensteuerung verfügbarIst für das System eine Klassensteuerung verfügbar, womit der Lehrer alle Geräte der Schüler steuern kann? Wie ist der Funktionsumfang der Klassensteuerung? Entstehen hierfür Zusatzkosten?Wie ist die zusammenarbeit zwischen Lehrer und Schüler? Wie werden Dateien, Links oder Bilder verteilt und eingesammelt.
Lassen sich gekaufte Anwendungen von installierten Geräten entfernen und die Lizenzen zurückziehen und neu Verteilen?
Sicherheitsstandard der GeräteWelche Sicherheitsstandards sind für die Geräte verfügbar? Sind die Daten verschlüsselt? Welche Daten sind Verschlüsselt (Data in Use / Data in Motion / Data at Rest)?
Lizenzstrategie des Betriebssystems (Folgekosten)
Prüfungssicherheit (Einschränkungen auf Gerät setzen)Ist es Möglich ei Gerät so einzuschränken, dass es spezifischen Prüfungsanforderungen genügt? Welches Fachwissen ist zum setzen der Sperre nowendig? Wie Aufwendig ist es?
Kosten für Standardprogramme (Textverarbeitung / Tabellenkalkulation / Präsentationsgestaltung)Welche Kosten fallen für Standardanwendungen zusätzlich an?
Administrativer Aufwand für Integration in SchulumgebungWie aufwendig ist es ein neues Gerät in die Schulumgebung zu bringen? Wie komplex ist dieser Vorgang? Wird tiefes Fachwissen benötigt?
Strategie zum GerätetauschGibt es eine Strategie, wie ein Gerätetausch nach 3-6 Jahren stattfinde kann, und wie die Daten der Nutzer dabei berücksichtigt werden
Administrative Rechte für ElternLassen sich für Eltern volle administrative Rechte einräumen?



Diese Anforderungen stellen einen gewissen Grundstock an notwendigen Anforderungen dar. Hieraus wird zunächt klar unter welchen Gesichtpunkten man ein Geräte für eine Schule auswählen sollte. Doch neben diesen mehrheitlich technischen Anforderungen existieren noch einige nicht-technische Anforderungen oder Rahmenbedingungen, die beim EInsatz von Tablets in Schulen berücksichtigung finden sollten.


Lehr- und Lernmittelfreiheit

Die Lehr und Lernmittelfreiheit ist in deutschland ein hohes Gut. Für Thüringen ist die Lernmittelfreiheit ausführlich in der Thüringer Lehr- und Lernmittelverordnung -ThürLLVO- geregelt. Kurzum: Schüler und Lehrer erhalten Materialien, die ausschließlich für den Unterricht benötigt werden i.d.R. kostenfrei. Darüber hinaus lässt sich über einen Beschluss der jeweils zuständigen Konferenz (Schulknferenz) festlegen, welches Lehrmittel an der jeweiligen Schule eingesetzt wird.

Die Auswirkungen der Lernmittelfreiheit sind allgegenwärtig: In einem Landkreis bedeutet das beispielsweise, dass 3 benachbarte Grundschulen 3 unterschiedliche Bücher für Mathematik benutzen.

Bring your own Device (BYOD)

BYOD ist ein Konzept, welches sich immer dann eigent, wenn ein Gerät, welches durch einen Mitarbeiter privat einsatz findet auch im Unternehmen genutzt werden kann. Der Mitarbeiter bringt sein privat beschafftzes Gerät mit in das Unternehmen und nutzt es dort zur Abarbeitung von Unternehmensaufgaben.

Spricht man über Tablets in Schulen wird häufig der Begriff BYOD ins Spiel gebracht. Da die Tablets auch von den Schülern privat genutzt werden (könnten) erscheint die Nutzung der Geräte in der Schule und folglich die Bereitsstellung der Geräte durch die Eltern als logisch. Die Probleme, die ein BYOD Ansatz mit sich bringt werden im allgemeinen nicht erwähnt. Da wir hier allerdings mit möglichst weitgefassten Blick auf Tablets in Schulen schauen sollten auch die Probleme erörtert werden.

Rechte der Eigentümer

EIn BYOD Gerät ist per Definition ein "Privatgerät". Im Rahmen der Schule werden die Geräte im Allgemeinen durch die Eltern beschafft. Die Eltern haben somit alle Rechte an dem Gerät. Was bedeutet das?

Ohne Schriftliche Vereinbarung darf die Schule nicht in den Aufbau und die Sicherheit des Gerätes eingreifen. Dies steht bereits im krassen wiederspruch dazu, dass die Schule während der Schulzeit z.B. den Jugendschutz zu gewähleiten hat. Da Tablet i.d.R unabhängig von dem Ort "Schule" betrieben werden können nutzt die Installation einer Firewall mit IDS oder nutzung eines Filterservers in der Schule recht wenig. D.H. Damit die Schule überheupt ein BYOD - Gerät anfassen darf, ist eine Vereinbarung nötig.

Zentrale Administrierbarkeit

Eine zentrale Administrierbarkeit ist nicht bei allen auf dem Markt erhältlichen Geräten gegeben. Einige Geräte und Betriebssysteme unterstützten diese nicht, so dass die Schule gezwungen wird jedes Gerät manuell zu administrieren.

Heterogene Umgebung

Die verfechter eines BYOD-Ansatzes übersehen für gewöhnlich, dass dieser Ansatz zwangsläufig die Folge hat, dass ich in einer Klasse bestehend aus 25 Schülern ggf. 25 verschiedende Geräte (mit 25 verschiedenen Softwareständen) vorfinde. Diese Situation könnte für einen Lehrer "ünübersichtlich" wirken

Info
titleLernmittelfreiheit und BYOD

Davon ausgehend, dass jeder Lehrer erfolgreich ein Studium absolviert hat und eigentlich jeder Aufgabe gewachsen ist, beherrscht er natürlich sofort die unterschiedlichen Systeme. Er Kennt sich in den Einstellungen aus, die er manuell zu setzen hat und weiß genau welche App welcher Schüler braucht um aktiv am Unterricht teilzunehmen.

Aus der Lernmittelfreiheit ist es der Lehrer ja gewohnt, dass jeder Schüler mit dem Mathebuch seiner Wahl erscheint- egal ob alt order neu, Klett oder Cornelsen, englisch oder häbrähisch - der Lehrer kanns (smile) *** - ach halt so ganz funktioniert es dann doch nicht in dieser Art das Bring your own Device ... 

Wie mein leicht sarkastischer Ausblick zeigt k